Vorsorgedokumente

Was passiert eigentlich, wenn sie durch Unfall oder Krankheit plötzlich nicht mehr in der Lage sind, alltägliche Angelegenheiten selbst zu organisieren oder wichtige Entscheidungen zu treffen? Darf der Lebenspartner diese Angelegenheiten regeln, zum Beispiel über das Vermögen verfügen oder die medizinische Betreuung organisieren?

Die Antwort lautet nein, denn kein Volljähriger darf für einen anderen Entscheidungen treffen, es sei denn, er ist durch ein Gerichtsverfahren zum Betreuer eingesetzt oder es liegt eine Vollmacht vor. Viele wissen das nicht und sollten sich daher zusätzlich zur Trauerfall-Vorsorge umfassend über das Thema Vorsorgeverfügungen informieren.

Sehen Sie sich dazu auch einen aktuellen Beitrag aus dem Versicherungsboten an: http://www.versicherungsbote.de/id/4830393/Vorsrogevollmacht-ZDF-WISO/

Und wie können wir Ihnen dabei helfen?

Unsere Mandanten/innen erhalten kostenfrei über unsere aktive Betreuungsmodelle (Komfort oder Premium ab 65 Euro jährlich), juristisch geprüfte Vorsorgeverfügungen und eine Beratung zur Trauerfall-Vorsorge. Sichern auch Sie sich auf diese Weise ihre Selbstbestimmung!

Was umfasst die Vorsorgeverfügungen?
  • Vorsorgevollmacht
    Mit der Vorsorgevollmacht sichern Sie, dass im Falle der Geschäftsunfähigkeit, die Person Ihres Vertrauens Ihre finanziellen, medizinischen und organisatorischen Angelegenheiten den eigenen Wünschen entsprechend regelt.
    Beispiel: Erleidet Ihr (Ehe-)Partner einen Schlaganfall und ist hilflos ans Bett gefesselt, können Sie, wenn vorher bevollmächtigt, seine Angelegenheiten erledigen.
    Liegt allerdings keine Vorsorgevollmacht vor, kommt der „Fall“ vor das Betreuungsgericht und es wird ein Betreuer von Amts wegen bestellt.
    Warum? Wegen der aktuellen Gesetzeslage: Kein Volljähriger darf für einen anderen Entscheidungen treffen – es sei denn, er ist durch ein Gerichtsverfahren zum Betreuer eingesetzt worden, oder es liegt eine Vorsorgevollmacht vor. Der vom Betreuungsgericht bestellte Betreuer kann ein Familienangehöriger sein.
    Dieser muss dann allerdings in einigen wichtigen Angelegenheiten Genehmigungen des Gerichts einholen.
    Entscheidet sich das Gericht für einen Berufsbetreuer, ist dieser nicht verpflichtet sich mit den Angehörigen über die Betreuung und die Verwendung des Vermögens des Betroffenen auseinanderzusetzen.
  • Patientenverfügung
    Die Patientenverfügung sorgt dafür, dass im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit
    durch Unfall oder Krankheit die Ärzte und auch die Angehörigen, beziehungsweise
    Betreuer, genau wissen, ob, wie und wie lange der Patient medizinisch behandelt
    werden möchte.
    Mit dem 2009 verabschiedeten „dritten Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts ist die Patientenverfügung im Betreuungsrecht verankert und damit ist der Wille des
    Patienten bindend und von Ärzten, Betreuern und Angehörigen zu beachten.
    Das ist im Sinne des Patienten, aber auch im Sinne des Arztes, der sich wegen
    Körperverletzung strafbar machen kann, wenn er den schriftlich formulierten Willen des Patienten missdeutet oder missachtet.
  • Sorgerechtsvollmacht
    Es gibt nichts Schöneres im Leben, als die eigenen Kinder aufwachsen zu sehen. Aber wer übernimmt eigentlich das Sorgerecht für den eigenen Nachwuchs, wenn man dies zum Beispiel aufgrund eines plötzlichen Unfalls selbst nicht mehr ausüben kann? Leider ist diese Situation keine Seltenheit. Zur Trauer der Kinder kommt dann zusätzlich noch die Ungewissheit, wer das Sorgerecht zukünftig übernimmt. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung werden in etwa 1000 Kinder und Jugendliche jährlich zu Vollwaisen.
    Die weit verbreitete Annahme, dass nahe Verwandte oder Taufpaten automatisch das Sorgerecht erhalten, ist falsch! Wenn Eltern nicht im Voraus zum Beispiel mit einer Sorgerechtsverfügung geregelt haben, wer nach dem Tod ihren Nachwuchs vertritt, bestimmt das Gericht in Abstimmung mit dem Jugendamt einen geeigneten Sorgeberechtigten. Dies kann im schlimmsten Fall sogar ein fremder Mensch oder eine Ihnen unliebsame Person sein. Sicherlich eine beunruhigende Vorstellung und für die Kinder eine sehr emotional belastende Situation. Daher ist es gut zu wissen, wenn Ihre Kinder im Fall der Fälle in gute Hände kommen und das Sorgerecht von einer Person ausgeübt wird, der Sie vertrauen. Genau dies stellen Sie mit einer Sorgerechtsverfügung sicher. 
    Mit einer Sorgerechtsverfügung regeln Sie schnell und unkompliziert folgende Fragen: Wer soll das Sorgerecht im Ernstfall übernehmen?Wer kommt als Ersatzperson in Frage, wenn der ursprünglich vorgesehene Sorgeberechtigter ausfällt? Wer kommt nicht als Sorgeberechtigter in Frage? Wer verwaltet das geerbte Vermögen? Sollen Vermögenssorge und Sorgerecht an eine Person übergehen oder an zwei Personen aufgeteilt werden?
Vorsorgevollmacht – Was sollten Sie noch berücksichtigen?
• Eine sichere Verwahrung ist wichtig, da die Vorsorgevollmacht ab dem Tag gilt, an dem sie unterschrieben wurde und dadurch eine missbräuchliche Verwendung verhindert werden kann.
• In besonderen Fällen ist die notarielle Beglaubigung erforderlich (z.B. wenn es um den Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und Verbraucherdarlehen, geht sowie Transaktionen bei Unternehmen und bei Verbraucherkreditverträgen).
• Die Registrierung im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotkammer sollte unbedingt vorgenommen werden, da das Betreuungsgericht im Fall der Fälle immer erst prüft, ob dort eine Registrierung vorgenommen wurde.
Die Registrierung übernehmen gerne auf Wunsch für unsere Mandanten/innen.

Und was beinhaltet die Trauerfall-Vorsorge?
  • Überprüfung und Berechnung vorhandener Absicherungen für den Fall des Ablebens
  • Scenarium - zur Festlegung der Bestattungswünsche
  • Testaments-Checkliste


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an Ihren persönlichen Versicherungsmakler Jens Artur Förster | Bankkaufmann, Finanzwirt (CoB) | unter 040-22 611 654 / foerster@youatnet-makler.de